3 Konten Modell: Gehalt aufteilen und nie wieder am Monatsende blank sein
Kennst du das? Mitte des Monats sieht das Konto noch gut aus, und am 28. fragst du dich, wohin das ganze Geld verschwunden ist. Das Problem ist selten dein Einkommen — es ist, dass alles auf einem Konto liegt. Miete, Sparziel und Pizzabestellung teilen sich denselben Topf, und der Kontostand lügt dir ins Gesicht. Das 3 Konten Modell beendet genau das.
Die drei Konten im Überblick
- Konto 1 — Fixkosten: Hier landen Miete, Strom, Internet, Versicherungen, Abos. Alle Daueraufträge und Lastschriften laufen über dieses Konto. Du fasst es nie aktiv an.
- Konto 2 — Sparen: Notgroschen, Urlaubskasse, größere Ziele. Auf dieses Konto wird eingezahlt, fertig. Es ist kein Reserve-Topf für „diesen einen Monat”.
- Konto 3 — Leben: Lebensmittel, Freizeit, Kleidung, Spontanes. Das ist das einzige Konto, mit dem du im Alltag bezahlst — und der Kontostand hier sagt endlich die Wahrheit: Was drauf ist, darfst du ausgeben.
Die 50/20/30-Empfehlung
Als Startpunkt hat sich diese Aufteilung bewährt:
| Konto | Anteil | Wofür |
|---|---|---|
| Fixkosten | 50 % | Miete, Energie, Versicherungen, Abos |
| Sparen | 20 % | Notgroschen, Sparziele |
| Leben | 30 % | Alltag, Freizeit, alles Flexible |
Die Prozente sind eine Richtschnur, kein Dogma. In teuren Städten liegen die Fixkosten oft bei 55–60 % — dann startest du eben mit 60/10/30 und arbeitest dich Richtung 50/20/30 vor. Wichtiger als die perfekte Quote ist, dass du überhaupt eine feste Aufteilung hast.
Beispielrechnung: 2.400 € netto
So sieht der Monatsanfang mit dem 3 Konten Modell konkret aus:
- Fixkosten (50 %): 1.200 € — davon z. B. 850 € Warmmiete, 120 € Strom & Internet, 130 € Versicherungen, 100 € Abos & Handy
- Sparen (20 %): 480 € — z. B. 200 € Notgroschen, 180 € Urlaubskasse, 100 € langfristige Ziele
- Leben (30 %): 720 € — das sind rund 165 € pro Woche für Lebensmittel, Freizeit und alles andere
Der Gewinn an Klarheit: Wenn auf dem Leben-Konto in Woche 3 noch 250 € liegen, weißt du sofort, woran du bist — ohne Kopfrechnen, ohne Angst vor der Miete, die „noch abgeht”.
So richtest du es ein
- Konten anlegen. Dein bestehendes Girokonto wird das Fixkosten-Konto (dort hängen schon alle Lastschriften). Dazu kommen zwei weitere Konten oder Unterkonten — viele Banken bieten das kostenlos an.
- Fixkosten einmal ehrlich addieren. Alle festen Abbuchungen der letzten drei Monate durchgehen, Jahreszahlungen durch 12 teilen.
- Zwei Daueraufträge zum Monatsersten einrichten. Direkt nach Gehaltseingang fließen die Sparrate und das Leben-Budget automatisch auf ihre Konten. Das ist der wichtigste Schritt: Erst aufteilen, dann ausgeben — nicht umgekehrt.
- Drei Monate laufen lassen, dann nachjustieren. Quoten anpassen ist normal und kein Scheitern.
Der Effekt nach dem ersten Monat
Du musst nicht mehr sparen „was übrig bleibt” — denn es bleibt nie etwas übrig. Mit dem 3 Konten Modell ist die Sparrate am 1. schon weg, bevor der Monat sie auffressen kann.
Für Schritt 2 — die ehrliche Fixkosten-Aufstellung — nimm dir 20 Minuten und unseren Mini-Budgetplaner: Damit hast du alle Posten auf einer Seite und kannst deine persönlichen Prozente direkt ausrechnen.